Projekt ReduFix - "Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit"



Beim Projekt „Redufix“ handelt es sich ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung von Fixierungsmaßnahmen (besser gesagt: von Maßnahmen zur Einschränkung/Unterbindung der Fortbewegungsmöglichkeit) bei Menschen, die durch Stürze oder Sich-verirren, usw. gefährdet sind. Solche Maßnahmen wurden früher häufig angewendet, ohne deren negative Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele der betroffenen Person zu bedenken. Solche Maßnahmen sind unweigerlich gleichzeitig ein massiver Eingriff in das Grundrecht der persönlichen Freiheit (Handlungs-und Fortbewegungsfreiheit). In dieses Recht darf nur bei erheblichster Gefahr eingegriffen werden. Vorher müssen alle (auch alternative) pflegerische Maßnahmen ausgeschöpft sein, z.B. Anwendung von bodennaher Pflege, Niederflurbetten, Gelegenheit zum Ausleben des Fortbewegungsdranges usw.

Der Eingriff in das Freiheitsrecht muss vom Betreuungsgericht genehmigt werden (sowohl bei vorliegender rechtlicher Betreuung, als auch bei vorliegender Vollmacht und auch, wenn beides fehlt).

Der DBV hat in den Jahren 2009 – 2013 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gegründet, die die Ergebnisse in der Broschüre „Leitfaden für den Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen und ihren Alternativen“ zusammengefasst hat. Hier wird die konkrete Anwendungsweise im Landkreis Reutlingen beschrieben.

 

Bei Fragen stehen die Opens internal link in current windowAnsprechpartner des Betreuungsvereins gerne zur Verfügung.